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8. Internationales Symposium Baukulturelle Bildung
Programm
TAG 1: ENTSTEHUNG VON TEXTILEM
Betrachtet wurden Handwerke zur Herstellung textiler Rohstoffe und textiler Produkte, die zu den ältesten Kulturtechniken gehören. Sie umfassen die Verarbeitung der Rohfaser durch verschiedene Verbindungs- und Veredlungstechniken. Dabei werden sowohl den textilen Handwerken als auch den Produkten durch eine – in der globalen wie industriellen Welt – entwickelte körperlichen wie sozialen/emotionalen Distanz immer weniger Wertschätzung entgegengebracht.
13:00 Uhr: Grußworte von Dr. Jörg Wagner, Ines M. Jauck, Prof. Peter Benz
Gemeinsam starteten wir unser dreitägiges Programm. Die Unterstützer und Veranstalter begrüßten die Gäste im Saal des Eiermannbaus.
Grußworte
Dr. Jörg Wagner, Unterabteilungsleiter Stadtentwicklungspolitik und Planungsrecht im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Ines M. Jauck, Präsidentin der Architektenkammer Thüringen, Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Baukultur Thüringen
Prof. Peter Benz, Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Baukultur Thüringen

Jörg Wagner
Dr. Jörg Wagner ist Unterabteilungsleiter S - Stadtentwicklungspolitik Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Berlin. Zuvor hatte er Führungsaufgaben im Bundesverkehrsministerium im Bereich Straßenverkehr sowie Personal und Organisation und im Bundesumweltministerium im Bereich Wasser, Anpassung an den Klimawandel und Bodenschutz.

Ines M. Jauck
Ines M. Jauck ist freischaffende Architektin und Geschäftsführerin von kanngießer jauck architekten. Nach dem Architekturstudium an der Bauhaus-Universität Weimar und einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation verantwortet sie seit 2003 anspruchsvolle Sanierungs- und Neubauprojekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Brandschutz. Seit 2023 ist sie Präsidentin der Architektenkammer Thüringen sowie Mitglied des Vorstands der Bundesarchitektenkammer.

Peter Benz
Peter Benz ist ein österreichisch-deutscher Architekt und Hochschullehrer, der 1998 sein Architektur-Diplom an der Bauhaus-Universität Weimar absolvierte und anschließend als Ausstellungsgestalter, sowie als Lehrender und Professor in Weimar und Hongkong wirkte. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im „experiential design“, der Erforschung von Erlebnissen und der gestalterischen Analyse von Alltagsräumen und Produkten. Seit dem 1. März 2023 ist er Präsident der Bauhaus-Universität Weimar.
13:30 Uhr: Keynote 1 von Rolf-Bernhard Essig: Der rote Faden des Textilen
Wie uns das Winden, Flechten, Wirken, Knoten sprachlich und baulich prägt.

Rolf-Bernhard Essig
Rolf-Bernhard Essig lebt als Autor, Historiker, Entertainer und Ausstellungskurator in Bamberg. In den Medien (u.a. ARD, FAZ, WDR, BR) ist er ebenso präsent wie auf dem Buchmarkt (u.a. mit Werken bei Hanser, Mare, Duden). Der „Indiana Jones der Sprachschätze“ (Nürnberger Nachrichten) verbindet fundierte Wissensvermittlung mit unterhaltsamen Darbietungsformen. Sein Ziel ist es, Lust und Wissen zu verbinden, Philologie und Stil, Ernst und Spiel.
14:30 Uhr: Kaffeepause
Anne Marx und Studierende der Bauhaus-Universität luden zu einer besonderes Kaffeepause ein.

Anne Marx
Anne Marx ist Künstlerin mit dem Schwerpunkt performative Textilgestaltung. Neben Lehrtätigkeiten an der Bauhaus-Universität Weimar, der TU München, TU Berlin und Universität zu Köln arbeitet sie an freien und kollaborativen Projekten, unter anderem als Teil des Kollektivs Kubik. In ihren Arbeiten macht sie gesellschaftliche Phänomene und Potentiale sichtbar, hinterfragt konventionelle Produktionstechniken und kehrt Gewohnheiten um. Im Experiment mit Material- und Methodenkombinationen entwirft sie Tragbares, Objekte und Räume, die einen nachhaltigen Umgang sowie eine Aufwertung von textilen Materialien fördern.

Werkstudierende
Peter Frankenbach, Lilly Fruth, Elena Golz, Miriam Haspel, Lucas Hedel, Christina Kampmann, Lea Kaufmann, Viktoria Liebhart, Lina-Sophie Schilling und Hannah Uhlmann – das interdisziplinäre Team von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar beschäftigt sich gemeinsam mit Anne Marx mit den Verbindungen von Textil, Geschmack und Gemeinschaft. Sie erproben, wie sich Essen als künstlerisches Medium einsetzen lässt und experimentieren mit Materialien, Zutaten und Serviervorschlägen.
15:00 Uhr: Session A – Unterschiedliche Perspektiven auf die Entstehung von Textilem
Materialforschung: 360° Dokumentarfilm über Juteproduktion in Bangladesch (Workshop A.1)

Florian Wehking
Florian Wehking ist Filmemacher, Fotograf und Gestalter in Weimar, arbeitet parallel als künstlerischer Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar und forscht interdisziplinär zu virtuellen Lernumgebungen. Seine künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten befassen sich zumeist mit dem Leben und den Arbeitsbedingungen von Menschen am Ende der Lieferkette. Um ihre Geschichten emphatisch und authentisch zu erzählen, nutzt er alle ihm zur Verfügung stehenden audiovisuellen Mittel.
Kulturhistorie: Bauhaus verwoben. Kulturtechniken des textilen Gestaltens (Workshop A.2)

Bettina Güldner
Bettina Güldner ist Kunsthistorikerin und tätig als Freie Dozentin und Ausstellungskuratorin. In Spezialisierung auf die Bauhausgeschichte, zunehmend mit Fokus auf die mitteleuropäischen Staaten, erfolgten bauhistorische Untersuchungen zur Berliner Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Design- und Kunstausstellungen im In- und Ausland. Von 2014 bis 2018 betrieb sie eine eigene Designgalerie in Berlin mit Wolfgang Binder. Zu ihren beruflichen Stationen zählen u.a. die Stiftung Bauhaus Dessau, das Bauhaus Archiv Berlin und die Klassik Stiftung Weimar.
Kunst: Orchester der Strickmaschinen - widerständisches Potential in Craft Performances (Workshop A.3)

Karen Modrei
Karen Modrei ist Textilkünstlerin und arbeitet in Objekten, Installationen und Performances. An eine Ausbildung zur Maßschneiderin schloss sie einen Bachelor in Architektur und einen Master in Textilkunst an. Ihre künstlerische Arbeit nährt sich von der Nähe und Intimität des textilen Materials zum menschlichen Körper und setzt sich fragend und kritisch mit der kulturhistorischen Einordnung textiler Prozesse, einhergehender Wertesysteme und räumlicher Hierarchien auseinander.
Vermittlung: Prototyping Textile Innovation with Open-Source Tools (Workshop A.4)

Sara Diaz Rodriguez
Sara Diaz Rodriguez ist Gründerin von HILO Textiles, einem interdisziplinären Studio, das Open-Source-Textilwerkzeuge entwickelt, die die Kleinserienproduktion ermöglichen. Ihre Vision konzentriert sich auf die Entwicklung zugänglicher Maschinen und Software für die Garnherstellung, um dezentrale Spinnsysteme zu ermöglichen. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Berlin Textile Coop und des Disruptive Material Institute, Initiativen, die gemeinschaftsorientierte Innovationen und die Entwicklung nachhaltiger Materialien fördern.
Abendsnack
Anne Marx und Studierende der Bauhaus-Universität luden ein, bei einem Buffet miteinander den ersten Tag des Symposiums ausklingen zu lassen.

Anne Marx
Anne Marx ist Künstlerin mit dem Schwerpunkt performative Textilgestaltung. Neben Lehrtätigkeiten an der Bauhaus-Universität Weimar, der TU München, TU Berlin und Universität zu Köln arbeitet sie an freien und kollaborativen Projekten, unter anderem als Teil des Kollektivs Kubik. In ihren Arbeiten macht sie gesellschaftliche Phänomene und Potentiale sichtbar, hinterfragt konventionelle Produktionstechniken und kehrt Gewohnheiten um. Im Experiment mit Material- und Methodenkombinationen entwirft sie Tragbares, Objekte und Räume, die einen nachhaltigen Umgang sowie eine Aufwertung von textilen Materialien fördern.

Werkstudierende
Peter Frankenbach, Lilly Fruth, Elena Golz, Miriam Haspel, Lucas Hedel, Christina Kampmann, Lea Kaufmann, Viktoria Liebhart, Lina-Sophie Schilling und Hannah Uhlmann – das interdisziplinäre Team von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar beschäftigt sich gemeinsam mit Anne Marx mit den Verbindungen von Textil, Geschmack und Gemeinschaft. Sie erproben, wie sich Essen als künstlerisches Medium einsetzen lässt und experimentieren mit Materialien, Zutaten und Serviervorschlägen.
19:00 Uhr: Podiumsgespräch „Warum brauchen wir baukulturelle Bildung und was hat Textil damit zu tun?“

Fanny Kratzer
Fanny Kratzer ist seit Juli 2025 Verbandsdirektorin des Thüringer Volkshochschulverbandes. Zuvor leitete sie die Kreisvolkshochschule Weimarer Land und prägte dort die strategische Weiterentwicklung von Erwachsenenbildung als offenen, gesellschaftlich relevanten Bildungsraum. Als Visionärin für zeitgemäße Erwachsenenbildung setzt sie sich für Teilhabe, Diskurs und kulturelle Bildung ein und verbindet in ihrer Arbeit Bildungs-, Kultur- und Demokratiethemen. Darüber hinaus ist sie Gastgeberin des Podcasts „Praline oder Knackwurst“, in dem sie mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft aktuelle Fragen öffentlich verhandelt.

Franziska Wittau
Franziska Wittau ist seit Juli 2024 Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Die gebürtige Thüringerin und promovierte Wissenschaftlerin lehrte zuvor an der Universität Bielefeld und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und forschte unter anderem zum Thema Digitalisierung in der sozialwissenschaftlichen Bildung. U.a. als Beiratsmitglied der Stiftung Baukultur Thüringen bringt sie ihre Expertise auch in Fragen der Baukulturellen Bildung ein. Für sie zeigt sich Politik in vielfältigsten Facetten unseres Alltags, die allesamt die Frage berühren: wie wollen wir miteinander leben?

Katharina Stahlhoven
Katharina Stahlhoven (Architektin, FH) leitet seit Januar 2022 den Bereich Bildung der Bundesstiftung Baukultur. Von 2023 bis heute verantwortet sie dort das Projekt „Schulbuch Baukultur“, dass die Ziele der Bundesstiftung Baukultur zur Implementierung der baukulturellen Bildung stützt und voran bringt. Zur Zeit liegt ihr stiftungsinterner Schwerpunkt neben schulischer, beruflicher und lebenslanger Bildung sowie dem Schulbau auf dem Thema „Handwerk & Gestaltung“. Sie bringt für die Umsetzung der bundesweiten Ziele unterschiedliche Erfahrungen auf Landesebene (Berlin) ein: u.a. 2016-22, Kulturagentin im Berliner Landesprogramm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin; 2006 - 2016, Projekt- und Abteilungsleitungen im Bereich der (bau-)kulturellen Bildung für diverse Berliner Museen (u.a. 2010-16, Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin).

Ellen Schindler
Ellen Schindler ist bei De Zwarte Hond, einem Designunternehmen für Architektur, Stadtplanung und Strategie – mit rund 130 Mitarbeitern in vier Büros (Groningen, Rotterdam, Köln und Berlin) – als Managing Partner verantwortlich für Business Strategy & Development, MarCom, Internationalisierung und ebenfalls Geschäftsführerin des Berliner Standorts. ‚Entwicklung zu ermöglichen‘, sei es von Mitarbeitern, Projekten, dem Büro oder dem Bereich Architektur und Städtebau im Allgemeinen ist Schindlers Leitmotiv. Ellen Schindler ist Gründerin der Stiftung YOU (Young Optimistic Urbanists). Ziel der Stiftung ist es, die Eigenverantwortung junger Menschen für das städtische Lebensumfeld fördern durch mehrschichtige Bildungsprojekte in Form eines Buches und/oder Manifestationen.