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8. Internationales Symposium Baukulturelle Bildung

Programm


TAG 1: ENTSTEHUNG VON TEXTILEM

Betrachtet werden Handwerke zur Herstellung textiler Rohstoffe und textiler Produkte, die zu den ältesten Kulturtechniken gehören. Sie umfassen die Verarbeitung der Rohfaser durch verschiedene Verbindungs- und Veredlungstechniken. Dabei werden sowohl den textilen Handwerken als auch den Produkten durch eine – in der globalen wie industriellen Welt – entwickelte körperlichen wie sozialen/emotionalen Distanz immer weniger Wertschätzung entgegengebracht.

12:00 Uhr: Ankommen, Anmeldung, Auftakt!

Gemeinsam starten wir in das Symposium, mit Anmeldung und Begrüßung im Saal des Eiermannbaus.

13:30 Uhr: Keynote 1 von Rolf-Bernhard Essig: Der rote Faden des Textilen

Wie uns das Winden, Flechten, Wirken, Knoten sprachlich und baulich prägt.

Rolf-Bernhard Essig

Rolf-Bernhard Essig

Rolf-Bernhard Essig lebt als Autor, Historiker, Entertainer und Ausstellungskurator in Bamberg. In den Medien (u.a. ARD, FAZ, WDR, BR) ist er ebenso präsent wie auf dem Buchmarkt (u.a. mit Werken bei Hanser, Mare, Duden). Der „Indiana Jones der Sprachschätze" (Nürnberger Nachrichten) verbindet fundierte Wissensvermittlung mit unterhaltsamen Darbietungsformen.

Kaffee & Austausch

Anne Marx und Studierende der Bauhaus-Universität laden zu einer Pause bei frischem Kaffee und offenen Gesprächen ein.

15:00 Uhr: Session A – Unterschiedliche Perspektiven auf die Entstehung von Textilem


Materialforschung: 360° Dokumentarfilm über Juteproduktion in Bangladesch (Workshop A.1)


Florian Wehking

Florian Wehking

Florian Wehking ist Filmemacher, Fotograf und Gestalter in Weimar, arbeitet parallel als künstlerischer Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar und forscht interdisziplinär zu virtuellen Lernumgebungen. Seine künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten befassen sich zumeist mit dem Leben und den Arbeitsbedingungen von Menschen am Ende der Lieferkette. Um ihre Geschichten emphatisch und authentisch zu erzählen, nutzt er alle ihm zur Verfügung stehenden audiovisuellen Mittel.

Kulturhistorie: Bauhaus verwoben. Kulturtechniken des textilen Gestaltens (Workshop A.2)


Bettina Güldner

Bettina Güldner

Bettina Güldner ist Kunsthistorikerin und tätig als Freie Dozentin und Ausstellungskuratorin. In Spezialisierung auf die Bauhausgeschichte, zunehmend mit Fokus auf die mitteleuropäischen Staaten, erfolgten bauhistorische Untersuchungen zur Berliner Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Design- und Kunstausstellungen im In- und Ausland. Von 2014 bis 2018 betrieb sie eine eigene Designgalerie in Berlin mit Wolfgang Binder. Zu ihren beruflichen Stationen zählen u.a. die Stiftung Bauhaus Dessau, das Bauhaus Archiv Berlin und die Klassik Stiftung Weimar.

Kunst: Orchester der Strickmaschinen. widerständisches Potential in Craft (Workshop A.3)


Karen Modrei

Karen Modrei

Karen Modrei ist Textilkünstlerin und arbeitet in Objekten, Installationen und Performances. An eine Ausbildung zur Maßschneiderin schloss sie einen Bachelor in Architektur und einen Master in Textilkunst an. Ihre künstlerische Arbeit nährt sich von der Nähe und Intimität des textilen Materials zum menschlichen Körper und setzt sich fragend und kritisch mit der kulturhistorischen Einordnung textiler Prozesse, einhergehender Wertesysteme und räumlicher Hierarchien auseinander.

Vermittlung: Prototyping Textile Innovation with Open-Source Tools (Workshop A.4)


Sara Diaz Rodriguez

Sara Diaz Rodriguez

Sara Diaz Rodriguez ist Gründerin von HILO Textiles, einem interdisziplinären Studio, das Open-Source-Textilwerkzeuge entwickelt, die die Kleinserienproduktion ermöglichen. Ihre Vision konzentriert sich auf die Entwicklung zugänglicher Maschinen und Software für die Garnherstellung, um dezentrale Spinnsysteme zu ermöglichen. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Berlin Textile Coop und des Disruptive Material Institute, Initiativen, die gemeinschaftsorientierte Innovationen und die Entwicklung nachhaltiger Materialien fördern.

Gemeinsames Abendessen

Anne Marx und Studierende der Bauhaus-Universität laden ein, beim Abendessen miteinander den ersten Tag des Symposiums ausklingen zu lassen.

19:00 Uhr: Podiumsgespräch über die nachhaltige Entwicklung von Textil


Bettina Güldner

Bettina Güldner

Bettina Güldner ist Kunsthistorikerin und tätig als Freie Dozentin und Ausstellungskuratorin. In Spezialisierung auf die Bauhausgeschichte, zunehmend mit Fokus auf die mitteleuropäischen Staaten, erfolgten bauhistorische Untersuchungen zur Berliner Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Design- und Kunstausstellungen im In- und Ausland. Von 2014 bis 2018 betrieb sie eine eigene Designgalerie in Berlin mit Wolfgang Binder. Zu ihren beruflichen Stationen zählen u.a. die Stiftung Bauhaus Dessau, das Bauhaus Archiv Berlin und die Klassik Stiftung Weimar.

Fanny Kratzer

Fanny Kratzer

Fanny Kratzer ist seit Juli 2025 Verbandsdirektorin des Thüringer Volkshochschulverbandes. Zuvor leitete sie die Kreisvolkshochschule Weimarer Land und prägte dort die strategische Weiterentwicklung von Erwachsenenbildung als offenen, gesellschaftlich relevanten Bildungsraum. Als Visionärin für zeitgemäße Erwachsenenbildung setzt sie sich für Teilhabe, Diskurs und kulturelle Bildung ein und verbindet in ihrer Arbeit Bildungs-, Kultur- und Demokratiethemen. Darüber hinaus ist sie Gastgeberin des Podcasts „Praline oder Knackwurst“, in dem sie mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft aktuelle Fragen öffentlich verhandelt.

Franziska Wittau

Franziska Wittau

Franziska Wittau ist Beiratsmitglied der Stiftung und Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen. Für sie zeigt sich Politik in vielfältigsten Facetten unseres Alltags, die allesamt die Frage berühren: wie wollen wir miteinander leben? Foto: Thomas Müller

20:00 Uhr: Perfomance von Katharina Jebsen Plättner


Katharina Jebsen-Plättner

Katharina Jebsen-Plättner

Katharina Jebsen-Plättner arbeitet als freischaffende Designerin mit den Schwerpunkten Weberei, textilhistorische Forschung und experimentelle Materialentwicklung sowie Weberei am Bauhaus. Ihre institutionell beauftragten Rekonstruktionen nach Gunta Stölzl, Anni Albers und Otti Berger sind Teil mehrerer internationaler Sammlungen. Als neue Professorin für Textildesign an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg (WHZ) möchte sie ihre Leidenschaft für das Weben auch an ihre Studierenden weitergeben.