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Mikrofinanzierung
Kleines Geld, große Wirkung!
Baukultur entsteht dort, wo Menschen Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen – im Kleinen wie im Großen, im Alltag und in langfristigen Entwicklungen. Mit der Mikrofinanzierung hat die Stiftung Baukultur Thüringen ein Programm geschaffen, das genau hier ansetzt. Es unterstützt baukulturelles Engagement direkt vor Ort und ermöglicht allen, die etwas verändern wollen, ihre Ideen zu testen, weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen.
Die Mikrofinanzierung knüpft an die Erfahrungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen an. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es einen großen Bedarf an einfacher, unbürokratischer und gleichzeitig wirkungsvoller Unterstützung gibt. Die Stiftung Baukultur Thüringen, die vom Freistaat Thüringen gefördert wird, hat diese Anregungen mit der Mikrofinanzierung aufgegriffen.
FAQ: Mikrofinanzierung 2026, so geht's!
Wo finde ich die Teilnahmebedingungen?
Hier findet ihr die ausführlichen Teilnahmebedingungen. Sie sind auch im Bewerbungsportal hinterlegt. Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen will, kann erstmal die folgenden FAQ lesen.
Was wird unterstützt?
Wir unterstützen Formate und Projekte jeder Art, z.B. Workshops, Ausstellungen oder Veranstaltungen, die Baukultur vermitteln, gute Entwicklungen in Stadt und Land oder die Baupraxis voranbringen.
Wann ist eine Bewerbung möglich?
Vom 2.2. bis 2.3.2026 ist das Bewerbungsportal geöffnet. Danach wird eine unabhängige Jury die Formate begutachten und bis zu zehn Vorhaben auswählen. Bis Mitte April bekommt ihr Bescheid, ob ihr dabei seid.
Wer kann sich bewerben?
Volljährige Personen und Gruppen, Initiativen, Unternehmen, Körperschaften und sonstige Organisationen des privaten oder öffentlichen Rechts, deren Vorhaben einen öffentlichen und gemeinnützigen Charakter hat.
Wofür kann das Geld verwendet werden?
Mit den 1.000 Euro könnt ihr eure Kosten zur Durchführung eurer Formaten, z.B. Honorare, Sach- und Materialkosten, Druckkosten, Raummieten, Leihgebühren etc., decken.
Was wird nicht unterstützt?
Eure Bewerbung wird nicht berücksichtigt, wenn kein baukultureller Bezug zu erkennen ist, euer Format nicht in Thüringen und nicht öffentlich ist, ihr kommerzielle Ziele verfolgt oder ein anderes Projekt kofinanziert.
Wann muss das Vorhaben stattfinden?
Damit wir euren Einsatz für die Baukultur würdigen und zeigen können, sollte euer Format zwischen dem 15. April und 31. Oktober 2026 stattfinden. Wir möchten euch bei eurer Arbeit unterstützen und kommen gern vorbei!
Wie kann man sich vernetzen?
Wir wollen Menschen, die ihre Heimat gestalten, mit anderen Engagierten der Baukultur zusammenbringen. Deshalb seid ihr herzlich eingeladen, euer Format bei unserem Baukultur-Festival vorzustellen. Es findet vom 3. bis 5. September 2026 statt.
Mikrofinanzierungsformate 2025

Haus Bräutigam e.V.
Bauschule Lehm wiederverwenden
Die Bauschule im Haus Bräutigam machte das Sommerfrische-Haus in Schwarzburg wieder zu einem offenen Lern- und Baulabor. Studierende erprobten hier gemeinsam mit Fachleuten den denkmalgerechten Umbau mit wiederverwendetem Lehm und ökologischen Baustoffen. So wurde zirkuläres Bauen praktisch vermittelt und eine neue Umbaukultur erlebbar gemacht.

Künstlerhaus Thüringen e.V.
Werkstatttag Badebrücke Kannawurf
Die Schwarze Brücke von Kannawurf könnte als Holzbrücke auf historischem Fundament neu entstehen. Sie würde Radweg, Badestelle und Zugang zur Flussaue verbinden und Tourismus wie Baukultur stärken. Ein öffentlicher Werkstatttag auf Schloss Kannawurf zeigte: Die Vision ist machbar und findet breite Unterstützung. Grafik: Katharina Wittke

Volkmar Knoch
Mikrotagung Bohlenstube 21
Das „Alte Haus“ in Mötzelbach wird mit dem Projekt Bohlenstube 21 behutsam neu belebt. In Eigenleistung entstehen nach historischem Vorbild hölzerne Wohnzellen als reparierbares, ressourcenschonendes Wohnmodell für den ländlichen Raum. Die Einweihung der Bohlenstuben machte das Denkmal zum offenen Ort für Austausch über Weiterbauen, Reduktion und Gemeinschaft.

Kulturpalast Unterwellenborn e.V.
Fotoausstellung 50 Jahren Maxhütte
Der Kulturpalast Unterwellenborn e.V. macht das industrielle Erbe der Maxhütte sichtbar, direkt am Ort des Geschehens: In der Gasmaschinenzentrale wurden historische Fotografien erstmals großformatig gezeigt und mit Hilfe von KI aufbereitet. Die Ausstellung regte viele Besucher:innen dazu an, über die Zukunft dieses baukulturellen „Riesen“ ins Gespräch zu kommen.

Ortsjugendwerk Schwarzatal
Projekt Raum – Zeit – Jugend
Ein Jugendprojekt in Schwarzburg setzte sich kritisch mit der wechselvollen Geschichte des ehemaligen Lager- und Feriengeländes an der Schwarza auseinander. Mit Unterstützung von Gemeinde und AWO recherchierten Jugendliche zur Historie ihres Treffpunkts. Parallel gestalteten sie das Areal weiter und machen seine Geschichte künftig sichtbar. Foto: Ortsjugendwerk

Michael Kraus
Workshop Marktstraße Weimar
Ein Workshop zur Weimarer Marktstraße zeigte, welches Potenzial Straßen für Lebensqualität, Klimaresilienz und Begegnung haben. Studierende entwickelten gemeinsam mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Fachleuten Ideen für eine aufenthaltsfreundlicheres Quartier. Die Marktstraße wurde so zum offenen Denkraum für eine gemeinwohlorientierte Verkehrswende.

Stiftung Haus der Jugend & Technik
Dinner Straßenbahndepot Jena
Das Alte Straßenbahndepot in Jena öffnete sich als Ort für gemeinschaftliche Stadtentwicklung. Eine Fotosafari, Ausstellung und ein gemeinsames Dinner machten das industrielle Erbe neu erlebbar und brachten unterschiedliche Nutzer:innen zusammen. So wurde das Depot als Raum für Austausch, Beteiligung und zukünftige Nutzungen erprobt. Foto: Katrin Hitziggrad

LeerGut-Agent*innnen e.V.
Vermittlungsbausteine LeerGut
Der Verein der LeerGut-Agentinnen und -Agenten setzt sich thüringenweit für die Aktivierung leerstehender Gebäude ein. Für ihre Netzwerktreffen im vorrangig ländlichen Raum produzierten sie eine mobile Ausstattung aus Infostand und Sitzmöbeln. Sie stärkt die Sichtbarkeit des Netzwerks und begleitet zukünftige Treffen direkt an den Orten des LeerGuts. Foto: LeerGut-Agent*innen e.V.

Thomas Laubert
Erzählcafés Terrassencafé Gera
Das ehemalige Terrassencafé auf Schloss Osterstein öffnete sich erneut für die Öffentlichkeit. Bei Kaffee, Kultur und Gesprächen sammelten Besucher:innen Erinnerungen und Ideen für die Zukunft des lange leerstehenden Denkmals. Die Probenutzung zeigte das große Potenzial des Ortes für eine öffentliche, kulturelle Nutzung. Foto: Thomas Laubert

Alte Feuerwache Weimar e.V.
Nachbarschaftliches Turmfest
Die Alte Feuerwache Weimar entwickelt sich zu einem gemeinschaftlichen Stadtquartier für Viele. Zum 99. Geburtstag des Schlauchturms öffnete ein Hoffest den Ort für Austausch, Erinnerungen und Ideen zur zukünftigen Nutzung. Das Projekt zeigt, wie solidarische Stadtentwicklung durch gemeinsames Engagement gelingen kann. Foto: Alte Feuerwache e.V.
