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Mikrofinanzierung
Baukultur entsteht dort, wo Menschen Verantwortung für ihre gebaute Umwelt übernehmen – im Kleinen wie im Großen, im Alltag ebenso wie in langfristigen Entwicklungsprozessen. Mit der Mikrofinanzierung hat die Stiftung Baukultur Thüringen 2025 erstmals ein Format etabliert, das genau an diesem Punkt ansetzt: Es stärkt baukulturelles Engagement unmittelbar vor Ort und ermöglicht allen mit Lust auf Veränderung, ihre Ideen auszuprobieren, weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen.
Die Mikrofinanzierung baut auf den Erfahrungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen auf. In zahlreichen Gesprächen mit Akteur:innen der IBA wurde immer wieder der Wunsch nach einer niedrigschwelligen, unbürokratischen und zugleich wirksamen Unterstützung geäußert. Die vom Freistaat institutionell geförderte Stiftung Baukultur Thüringen hat diese Erfahrungen aufgegriffen und mit der Mikrofinanzierung in ein eigenes, dauerhaftes Programm überführt.
Ausschreibung 2026
Bald geht es los!
Dank der Unterstützung des Freistaats Thüringen stehen für das Jahr 2026 wieder insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung. Eine unabhängige Jury aus Vertreter:innen des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur, der Architektenkammer Thüringen, des Stiftungsbeirats, des Stiftungsteams sowie der Mikrofinanzierung 2025 wählt aus den eingehenden Bewerbungen bis zu zehn Vorhaben aus, die jeweils mit 1.000 EUR unterstützt werden.

Mikrofinanzierungsformate 2025

Haus Bräutigam e.V.
Bauschule Lehm wiederverwenden
Die Bauschule im Haus Bräutigam machte das Sommerfrische-Haus in Schwarzburg wieder zu einem offenen Lern- und Baulabor. Studierende erprobten hier gemeinsam mit Fachleuten den denkmalgerechten Umbau mit wiederverwendetem Lehm und ökologischen Baustoffen. So wurde zirkuläres Bauen praktisch vermittelt und eine neue Umbaukultur erlebbar gemacht.

Künstlerhaus Thüringen e.V.
Werkstatttag Badebrücke Kannawurf
Die Schwarze Brücke von Kannawurf könnte als Holzbrücke auf historischem Fundament neu entstehen. Sie würde Radweg, Badestelle und Zugang zur Flussaue verbinden und Tourismus wie Baukultur stärken. Ein öffentlicher Werkstatttag auf Schloss Kannawurf zeigte: Die Vision ist machbar und findet breite Unterstützung. Grafik: Katharina Wittke

Volkmar Knoch
Mikrotagung Bohlenstube 21
Das „Alte Haus“ in Mötzelbach wird mit dem Projekt Bohlenstube 21 behutsam neu belebt. In Eigenleistung entstehen nach historischem Vorbild hölzerne Wohnzellen als reparierbares, ressourcenschonendes Wohnmodell für den ländlichen Raum. Die Einweihung der Bohlenstuben machte das Denkmal zum offenen Ort für Austausch über Weiterbauen, Reduktion und Gemeinschaft.

Kulturpalast Unterwellenborn e.V.
Fotoausstellung 50 Jahren Maxhütte
Der Kulturpalast Unterwellenborn e.V. macht das industrielle Erbe der Maxhütte sichtbar, direkt am Ort des Geschehens: In der Gasmaschinenzentrale wurden historische Fotografien erstmals großformatig gezeigt und mit Hilfe von KI aufbereitet. Die Ausstellung regte viele Besucher:innen dazu an, über die Zukunft dieses baukulturellen „Riesen“ ins Gespräch zu kommen.

Ortsjugendwerk Schwarzatal
Projekt Raum – Zeit – Jugend
Ein Jugendprojekt in Schwarzburg setzte sich kritisch mit der wechselvollen Geschichte des ehemaligen Lager- und Feriengeländes an der Schwarza auseinander. Mit Unterstützung von Gemeinde und AWO recherchierten Jugendliche zur Historie ihres Treffpunkts. Parallel gestalteten sie das Areal weiter und machen seine Geschichte künftig sichtbar. Foto: Ortsjugendwerk

Michael Kraus
Workshop Marktstraße Weimar
Ein Workshop zur Weimarer Marktstraße zeigte, welches Potenzial Straßen für Lebensqualität, Klimaresilienz und Begegnung haben. Studierende entwickelten gemeinsam mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Fachleuten Ideen für eine aufenthaltsfreundlicheres Quartier. Die Marktstraße wurde so zum offenen Denkraum für eine gemeinwohlorientierte Verkehrswende.

Stiftung Haus der Jugend & Technik
Dinner Straßenbahndepot Jena
Das Alte Straßenbahndepot in Jena öffnete sich als Ort für gemeinschaftliche Stadtentwicklung. Eine Fotosafari, Ausstellung und ein gemeinsames Dinner machten das industrielle Erbe neu erlebbar und brachten unterschiedliche Nutzer:innen zusammen. So wurde das Depot als Raum für Austausch, Beteiligung und zukünftige Nutzungen erprobt. Foto: Katrin Hitziggrad

LeerGut-Agent*innnen e.V.
Vermittlungsbausteine LeerGut
Der Verein der LeerGut-Agentinnen und -Agenten setzt sich thüringenweit für die Aktivierung leerstehender Gebäude ein. Für ihre Netzwerktreffen im vorrangig ländlichen Raum produzierten sie eine mobile Ausstattung aus Infostand und Sitzmöbeln. Sie stärkt die Sichtbarkeit des Netzwerks und begleitet zukünftige Treffen direkt an den Orten des LeerGuts. Foto: LeerGut-Agent*innen e.V.

Thomas Laubert
Erzählcafés Terrassencafé Gera
Das ehemalige Terrassencafé auf Schloss Osterstein öffnete sich erneut für die Öffentlichkeit. Bei Kaffee, Kultur und Gesprächen sammelten Besucher:innen Erinnerungen und Ideen für die Zukunft des lange leerstehenden Denkmals. Die Probenutzung zeigte das große Potenzial des Ortes für eine öffentliche, kulturelle Nutzung. Foto: Thomas Laubert

Alte Feuerwache Weimar e.V.
Nachbarschaftliches Turmfest
Die Alte Feuerwache Weimar entwickelt sich zu einem gemeinschaftlichen Stadtquartier für Viele. Zum 99. Geburtstag des Schlauchturms öffnete ein Hoffest den Ort für Austausch, Erinnerungen und Ideen zur zukünftigen Nutzung. Das Projekt zeigt, wie solidarische Stadtentwicklung durch gemeinsames Engagement gelingen kann. Foto: Alte Feuerwache e.V.