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Werkstatttag Badebrücke Kannawurf

Künstlerhaus Thüringen e.V.

Werkstatttag Badebrücke Kannawurf

Einst führten drei Brücken über die Wipper in Kannawurf. Eine davon war die Schwarze Brücke am Nordrand des Dorfes, sie stürzte in den Nachkriegsjahren ein und wurde nicht wieder aufgebaut. 

Eine neue Brücke auf altem Fundament mit Radweg und Badestelle würde die touristische Infrastruktur rund um Schloss Kannawurf, das dort beheimatete Künstlerhaus mit seinen soziokulturellen Angeboten und den umliegenden Geopark stärken. Mit der Brücke könnte zusätzlich ein Zugang zur Flussaue mit Bootssteg und Blick über die Landschaft entstehen. 

Die Idee stammt von der Architektin Katharina Wittke, die an der Bauhaus-Universität studierte und dabei auch das Renaissanceschloss in Kannawurf kennenlernte. 2018 entstand ihr Entwurf der Brücke im Rahmen ihrer Masterarbeit. Sie schlägt dabei die konsequente Nachnutzung der bestehenden Fundamente und Holz als Baumaterial vor. So könnte eine Infrastruktur entstehen, die sich auf die regionale Bautradition von Holzbrücken beruft.

Unterstützt vom Verein Künstlerhaus Thüringen befürwortete die Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück 2021 die Umsetzung. Ein Förderantrag scheiterte jedoch. Um die Vision nicht aus den Augen zu verlieren, bewarb sich der Künstlerhaus Thüringen e.V. auf die Mikrofinanzierung. Mit Unterstützung des Baukulturprogramms konnten Verein und Architektin im Oktober 2025 zu einem öffentlichen Werkstatttag ins Schloss einladen, bei der die Entwicklung von Kannawurf im Zentrum stand. Ziel des Tages war es, ein erneutes Stimmungsbild innerhalb der Gemeinde einzuholen und mit Fachleuten zu prüfen, ob eine Umsetzung der Brücke perspektivisch machbar ist. 18 Interessierte aus Architektur, Ingenieurwesen, Tourismus, Naturschutz, Verwaltung und Bürgerschaft brachten an der langen Tafel im roten Salon ihre Expertise ein. Thematisiert wurden u.a. der Hochwasserschutz, die Architektur Thüringer Holzbrücken und der mögliche Mehrwert der Brücke für regionale Höhepunkte wie die „Tour de Frömmscht“, einer für alle offenen, rund 30 Kilometer langen Radtour mit Stopps im Thüringer Becken.

Ergebnis des Werkstatttages: Eine Umsetzung ist machbar, stärkt die Baukultur vor Ort und auch den Tourismus. Zu klären sind die Besitzverhältnisse der betroffenen Flurstücke und die Projektträgerschaft. Als nächsten Schritt soll, nach Zustimmung des Gemeinderats und der betroffenen Landkreise, eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden.

Katharina Wittke zeigt des Werkstattteilnehmenden die Fundamente der einstigen Brücke.Werkstatttag im Schloss Kannawurf. Foto: Anna Wagner
Zur Website des Künstlerhaus Thüringen e.V.

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