
Stiftung Baukultur Thüringen
4.11.2024: Baukultur-Gespräch „Die Bodenfrage“
Thüringen steht vor der Herausforderung, Bodenpolitik neu zu denken, gemeinwohlorientiert, sowie klima – und sozialgerecht. Nur so kann eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung gelingen. Die Diskussion um den Boden ist dabei komplex, genau dort überschneiden sich rechtliche, ökonomische, gesellschaftliche und politische Ebenen. Beim 5. Baukulturgespräch am 04.11.2025 kamen engagierte Akteurinnen aus Planung, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Forschung zusammen, um gemeinsam ein neues Verständnis von Bodenpolitik zu entwickeln. Gemeinwohlorientierte Entwicklung erfordert sowohl rechtliche wie ökonomische Anreize, aber auch gesellschaftliche Balance, denn das Verhältnis von Eigentum und Gemeinwohl ist ein dynamisches Spannungsfeld.
Es wurde deutlich, dass politische Handlungsspielräume, besonders auf kommunaler Ebene, erweitert werden müssen, von der Stärkung des Vorkaufsrechts über Konzeptvergaben bis hin zu neugedachten Eigentumsmodellen wie dem Erbbaurecht oder einer möglichen Landeswohnungsgesellschaft. Kommunen brauchen nicht nur die richtigen Werkzeuge, sondern auch personelle Ressourcen und Wissen. Parallel dazu braucht es stärkere Sichtbarkeit positive Narrative und Leuchtturmprojekte welche inspirieren und Alternativen aufzeigen.
Brainstormrunde
- Dr. Bertram Schiffers, Vorstand Leergut-Agent*innen e.V., Vergabegremium Sondervermögen StadtLand Thüringen
- Katja Fischer, Geschäftsführende Vorständin Stiftung Baukultur Thüringen
- Ulrike Marx, Mitglied Leergut-Agent*innen e.V.
- Elisa Dorn, Pressesprecherin Stiftung Baukultur Thüringen
- Anna Wagner, Mitarbeiterin Stiftung Baukultur Thüringen
Blick in die Wanderausstellung „Die Bodenfrage“, die 2024 im Eiermannbau Apolda zu sehen war.



