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Newsletter Dezember 2021

Inhaltsverzeichnis

Wohnschau Thüringen, Stephan Jung eröffnet die Ausstellung, Bild: Thomas Müller, Weimar

Wohnschau Thüringen, Stephan Jung eröffnet die Ausstellung, Bild: Thomas Müller, Weimar

Liebe Leserinnen und Leser,

im Dezember gibt es in der Stiftung Baukultur Thüringen frühzeitig Bescherung. Mit Vernissage und Ausstellung Wohnschau Thüringen, mit den Workshops der Reihe Neuer modularer Holzbau und den Kolloquien zur Zukunft des Dezentralen finden die Projekte der Stiftung der letzten Jahre ihren Höhepunkt und vorläufigen Abschluss.

Wir sind dem Motto des Neustarts der Stiftung im Jahr 2016 treu geblieben: «Erprobung der Zukunft». Da die Zukunft allen gehört, haben wir in unserer Arbeit immer offene Formate bevorzugt. Es ging uns darum, mit Ihnen in einen Austausch zu geraten. Uns und unsere Arbeit hat dieser Austausch unermesslich bereichert. Ich hoffe, dass dies auch für Sie gilt.

Da wir nun auf einen Wendepunkt im Kalender, und nicht nur hier, zusteuern, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich für Ihre Unterstützung und generöse Zusammenarbeit zu bedanken. Ich bedanke mich bei den Bürgern und Kommunen, die mit uns unter anderem im Ideenwettbewerb zusammenarbeiteten; bei den Architekten, Ingenieuren und baukulturellen Initiativen für ihre Teilnahme und Mitarbeit in den zahlreichen Veranstaltungen, welche wir dieses Jahr durchführen durften, sowie ihr Vertrauen im Staatspreis für Baukultur; bei all denen, welche uns und die Holzbau-Allianz in unserer Recherchearbeit zum modernen Holzbau und der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft unterstützten. Ganz besonders bedankt sich das Team der Stiftung aber bei all denen, die mit einer kleineren oder größeren Spende oder Förderung all diese Arbeit ermöglichten — vom Bürger über die Mitglieder des Wohnbaurates und der Holzbau-Allianz bis zum Freistaat Thüringen und seinen Institutionen.

Für heute wünsche ich Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und einen guten Start im neuen Jahr.

Ihr Stephan Jung

geschäftsführender Vorstand

Stiftung Baukultur Thüringen

Ausstellung «Wohnschau Thüringen»

Wohnschau Thüringen, Jessica Christoph und Elke Beilfuß organisieren die Präsentation auf Ebene 03, Bild: Thomas Müller, Weimar

Wohnschau Thüringen, Jessica Christoph und Elke Beilfuß organisieren die Präsentation auf Ebene 03, Bild: Thomas Müller, Weimar

Die Wohnschau Thüringen ist eine Ausstellung – und noch viel mehr – und zu sehen bis Freitag, den 17. Dezember 2021!

In einer digitalen Vernissage wurde die «Wohnschau Thüringen» Anfang Dezember eröffnet. Die Ergebnisse aus gut zwei Jahren Arbeit am Thema der Zukunft des Wohnens und Bauens in Thüringen sind vor Ort in Weimar/Gelmeroda in der Neufert Box zu sehen. Gezeigt werden: 7 Beispiele guter Wohnpraxis, 2 fotografische und 1 textlicher Essay, 9 Thesen zum Wohnen inklusive Handlungsempfehlungen, eine Reihe von Interviews, 3 Wohnbaublätter und zahlreiche Vorträge in Form von Videomaterial.

Möchten Sie die Ausstellung besichtigen? Dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an veranstaltung@baukultur-thueringen.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ort: Neufert-Box, Rudolstädter Str. 7, 99428 Weimar-Gelmeroda

Die vielfältigen und umfassenden Erkenntnisse der Plattform Wohndebatte können Sie zudem in der digitalen Version der «Wohnschau Thüringen» erkunden.

Kolloquien "Die Zukunft des Dezentralen"

Linda bei Weida, Linda, Bild: Robert Schlotter, Bielefeld/Albersdorf

Linda bei Weida, Linda, Bild: Robert Schlotter, Bielefeld/Albersdorf

"Die Zukunft des Dezentralen" ist Anlass zweier digitaler Veranstaltungen.

Am Donnerstag, dem 9.12.2021 fand das erste von zunächst zwei Kolloquien statt. Am Mittwoch, dem 15.12.2021 19:00 Uhr wird das nächste Kolloquium stattfinden.

Die Ausstellung Wohnschau Thüringen der Plattform Wohndebatte wirft Schlaglichter auf das Wohnen und Leben in Thüringen – und seine Bedingungen. Die Bedeutung von Lebensperspektiven in dezentralen Räumen – so der Untertitel der Ausstellung – zeigt sich am Beispiel Thüringen besonders deutlich, denn metropolitane Räume sucht man vergebens. Auch zieht niemand die Qualität des Lebens, Wohnens und Arbeitens in der Städtekette in Zweifel. Aber wie gestaltet sich das Leben im dezentralen Raum? Wie entstehen Perspektiven und Innovationen? Welche Akteure gibt es und wie leben, wohnen und arbeiten sie? Die Stiftung Baukultur Thüringen lädt ausgewählte Akteure zu zwei digitalen Abendveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung Wohnschau Thüringen ein, über ihr Tun, ihre Motivation und ihren Ideenreichtum zu berichten. Was macht das Wohnen und Leben speziell in Thüringen, aber auch anderen dezentralen Räumen Europas aus, welches Potential besitzt es und wie können Resilienz, Qualität und Neuerungen entwickelt werden?

Interessiert? Dann klicken Sie einfach auf den Link und wählen Sie sich in das Zoom-Meeting (ID: 852 2719 1607, Kenncode: 027337) ein. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig! 

Wir freuen uns auf unsere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner und einen fruchtbaren Austausch mit dem Publikum!

Kolloquien "Die Zukunft des Dezentralen"

Rückschau, 9.12.2021, 18:00 Uhr

Butze (Architekt Robert Ilgen) Winterstimmung, Bild: Robert Ilgen

Butze (Architekt Robert Ilgen) Winterstimmung, Bild: Robert Ilgen

„Übergänge“
Der Architekt Robert Ilgen und der Fotograf und Landschaftsobstbauer Robert Schlotter sind beide sowohl in Thüringen als auch außerhalb Thüringens aktiv. Dabei verbinden sie nicht nur verschiedene Orte- Robert Ilgen Schwalungen mit Vilnius und Robert Schlotter Albersdorf mit Bielefeld- sondern in ihrem Schaffen auch verschiedene räumliche, konstruktive und entwerferische Disziplinen. Anhand von zwei Werkschauen wurde die Rolle, die Architektur und verwandte entwerferische Praxen abseits der Metropole spielen kann, beleuchtet. Die thematische Breite, welche dabei ins Spiel kommt, reicht von der Auseinandersatzung mit dem Begriff der Landschaft über die Beziehung zwischen künstlichen und natürlichen Strukturen, dem Visuellen, dem Garten, dem Wald und anderen räumlichen Strukturen bis hin zu Themen wir der Szenographie und dem Oeschbergschnitt, einer Methode zur Erziehung großkroniger Obstbäume aus den 1920er Jahren.

Industriegebiet Ichtershausen, Hörmann A4, Bild: Robert Schlotter, Bielefeld/Albersdorf

Industriegebiet Ichtershausen, Hörmann A4, Bild: Robert Schlotter, Bielefeld/Albersdorf

Robert Ilgen, Architekt, Büroinhaber TAKTAK Schwallungen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen/Thüringen & Vilnius/Litauen
Robert Schlotter, Fotograf, Bielefeld/NRW & Albersdorf im Saale-Holzland-Kreis/Thüringen

im Gespräch mit Jessica Christoph und Stephan Jung, Stiftung Baukultur Thüringen

Kolloquien "Die Zukunft des Dezentralen"

Mittwoch, 15.12.2021, 19:00 Uhr

UNVERLOREN und DesignWe.Love retten Kulturgut, Mark Pohl und Susanne Katzenberg, Bild: Susanne Katzenberg, Hamburg

UNVERLOREN und DesignWe.Love retten Kulturgut, Mark Pohl und Susanne Katzenberg, Bild: Susanne Katzenberg, Hamburg

„Ressourcen“
Im zweiten Kolloquium der Reihe "Die Zukunft des Dezentralen" treffen Mark Pohl von DesignWe.Love und Susanne Katzenberger von UNVERLOREN auf das Team von Z.Architektur. Sowohl das Strohhaus von Z.Architektur als auch die Projekte von Mark Pohl und Susanne Katzenberger zur Aktivierung des lokalen Handwerks zeigen Wege auf, in denen eine lokale Wertschöpfung, die Nachnutzung bestehender Ressourcen, materielles Wissen, neue globale Vertriebswege und eine grundlegende Kultur der Gestaltung in verschiedenen Kombinationen neue Potentiale erahnen lassen.

Stroh zu Gold - Haus einsB, Plan 7, Bild: Alexandra Schenker-Primus, Weimar

Stroh zu Gold - Haus einsB, Plan 7, Bild: Alexandra Schenker-Primus, Weimar

Mark Pohl, Geschäftsführer DesignWe.Love, Weimar
Susanne Katzenberg, UNVERLOREN, Hamburg
Alexandra Schenker-Primus, Architektin, Weimar
N.N., Z.Architektur, Weimar

im Gespräch mit Jessica Christoph und Stephan Jung, Stiftung Baukultur Thüringen

Kolloquien "Die Zukunft des Dezentralen"

Um wie viel besser ist das Bauen mit Holz?

Timber Prototype House, Raummodule im Werk, Bild: Thomas Müller, Weimar

Timber Prototype House, Raummodule im Werk, Bild: Thomas Müller, Weimar

Vier Online-Workshops suchten nach Antworten.

Eine soeben zu Ende gegangene Workshop-Reihe vertiefte jene Aspekte, auf die die Fachtagung zum neuen modularen Holzbau im September 2021 neugierig gemacht hatte. Die vier „hölzernen Mittwoche“ am 17.11./ 24.11./ 1.12. / 8.12. haben sich dem Thema „Bauen mit Holz“ auf verschiedenen Ebenen genähert und blickten auf die vier Maßstabs- und Gebäudekategorien: Stadt / Wohnen / Bildung / Gewerbe. In jeweils zwei bis drei Impulsvorträgen starteten die Gesprächsrunden, um dann mit einem Kommentar und ersten Fragen von Experten und Expertinnen aus Thüringen weitergedacht zu werden.

Der erste Workshop zu „Holz in der Stadt“ gab Prof. Raoul Bunschoten die Gelegenheit, das Projekt des Schumacher-Quartiers in Berlin-Tegel vorzustellen. Hierbei wurde auch über Siedlungstypen gesprochen, die aus Holz gebaut neue Formen des Wohnens ermöglichen.

Im zweiten Workshop „Bauen und Wohnen“ wurde diskutiert, was geschehen müsste, damit es eine größere zusammenhängende Holzwohnsiedlung in Thüringen geben könnte. In welchem Milieu von Partnern, Bauherrschaft, regionaler Rechtslage kann Holzwohnbau am besten gedeihen – in Bezug auf Förderungen, Bauleitplanung, Markterwartung etc.

Die Runde im dritten Workshop zu Bildungsbauten war besonders daran interessiert, wie Räume und Material über den Werkstoff Holz zusammenkommen und wie die Sanierungsaufgaben an Thüringer Schulen vom Holzbau profitieren kann. Die Berliner Architektin Marika Schmidt zeigte ländliche Schulbeispiele aus Mecklenburg-Vorpommern, die in diese Richtung gehen.

Der letzte Workshop zum Holz im Gewerbebau blickte auf gestalterische Defizite von Gewerbebauten und analysierte ihre Rolle im Ortszusammenhang. Wie Holz hier auch als Werbeträger wirken kann und was es technisch leisten kann, zeigten gebaute Beispiele zweier bayerischer Büros: Brückner/Brückner, Tirschenreuth und F64 Architekten, Kempten.

Aufschlussreich war auch die Aufteilung der Zuhörerschaft, die zu Beginn sowie zum Ende jedes Workshops digital befragt wurde. So kam eine Mehrheit aus den planenden Berufen, jedoch waren immer auch Beteiligte aus Handwerk, Verwaltung und Forschung unter den Teilnehmenden. Diese Form der zusammenhängenden Themenarbeit gilt es seitens der Stiftung Baukultur Thüringen weiterzuverfolgen.

Sie haben die Veranstaltung verpasst? Kein Problem! In Kürze werden die Materialien der Workshopreihe und der dazugehöringen Fachtagung in einem neuen Weiterbildungbereich der Internetseite der Stiftung Baukultur Thüringen verfügbar sein.

Ulrich Wieler und Stephan Jung, Stiftung Baukultur Thüringen

Workshop-Serie "Neuer modularer Holzbau"

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Wohnschau Thüringen, der Ausstellungsort am Abend, Bild:Thomas Müller, Weimar  

Ausstellung «Wohnschau Thüringen» in der Neufert-Box

Die Wohnschau Thüringen ist eine Ausstellung – und noch viel mehr und zu sehen bis Freitag, 17. Dezember 2021! … mehr

Thomas Müller, Weimar

Nächste Termine

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Kolloquien "Die Zukunft des Dezentralen"

09.12.2021–15.12.2021
Veranstalter: Stiftung Baukultur Thüringen

Neuer modularer Holzbau, Workshopserie

17.11.2021–08.12.2021
Veranstalter: Stiftung Baukultur Thüringen

Ausstellung Wohnschau

03.12.2021–17.12.2021 in Weimar-Gelmeroda
Veranstalter: Stiftung Baukultur Thüringen